Ihr seid gerade mit Volume III beschäftigt ...

Ja, wir sind schon halb fertig mit dem Mixen.

Seid ihr zufrieden damit, wie es bisher mit der Trilogie gelaufen ist?

Ja, es ist eigentlich genau so gelaufen, wie wir es uns erträumt hatten! Wir hatten gehofft, dass es gute Alben werden würden, und das waren sie. Wir hatten gehofft, dass auf jedem Album ein Hit sein würde, und so war es bisher. Und wir hatten gehofft, dass beide Platin erhalten und den 1. Platz in Norwegen erreichen, und das haben sie getan! Und außerdem wollten wir mindestens fünf Lieder pro Album live spielen, und auch das haben wir getan.

Wurden die Alben so angenommen, wie ihr das erwartet hattet, oder gab es Überraschungen - Lieder, bei denen ihr eine andere Reaktion erwartet hattet?

(denkt lange nach) Nein, es entsprach alles ziemlich genau unseren Erwartungen. Wir haben mit Philemon Arthur & The Dung angefangen, von dem wir erwartet hatten, dass die, die Kaizers mögen, den Song besonders mögen werden. Wir wussten ja, dass es kein Hit ist, aber es war ein cooler Signatursong, der für uns neu war. So einen Song hatten wir nie zuvor gemacht! Und er war sehr einfach, aber stark, und minimalistisch. Es war kein Hit, aber es war das Erste, was wir von der Trilogie präsentieren wollten, weil wir der Meinung sind, dass es ein ziemlich smartes Lied ist. Und das Lied kommt einfach magisch an, wenn wir es in Norwegen live spielen. Ich hoffe, dass es so wirkt, wie es gedacht war. Das war das Erste, was wir herausgebracht haben, und als Zweites kam Hjerteknuser. Die Idee dabei war, dass das ein Hit werden sollte - und das wurde es. Und dann sollte sich die Platte gut verkaufen, das tat sie, und dann wollten wir viel live spielen. Wir haben dann sogar jeden Tag acht oder neun der Lieder live gespielt, das ist enorm viel! Es lief also fast besser, als man hätte glauben können.

Du hattest die ganze Trilogie geschrieben, bevor ihr angefangen habt, sie aufzunehmen. Hat sie sich verändert? Gab es Lieder, die am Ende nicht dabei waren?

Es gibt immer einige Lieder, die nicht mit auf die Platte kommen, aber das Faszinierendste ist, dass das, was geschehen ist, genau das ist, was geplant war. Wir haben alles im Vorhinein geplant und einen "Blueprint" aufgestellt, dem wir dann gefolgt sind. Und alles hat geklappt, und zwar bisher fast besser als erwartet!

Wie kann man so etwas planen? Ist das reine Erfahrung?

Ja, und Träume und Visionen, die wir haben. Die das Ziel abstecken. Und dann zielst du darauf hin und machst das, was du tun musst, um es zu erreichen! Wir hatten ja alles so weit fertig, bevor wir die erste Single, Philemon Arthur, veröffentlicht haben.

Und alles hat geklappt wie geplant?

Es hat super geklappt! Wir wollten das Spektrum ausverkaufen und als Headliner bei allen Festivals in Norwegen spielen, und das haben wir gemacht. Alles lief also genau nach Plan. Und der Plan war, dass Volume I gut laufen muss, damit Volume II gut läuft. Daher haben wir alles darangesetzt, dass Volume I gut werden musste! Und dasselbe Spiel für Volume II: Zuerst haben wir Tusen dråper regn als erste Single veröffentlicht, und dann kam der Hit Drøm videre, Violeta, was dann sogar ein noch größerer Hit als Hjerteknuser wurde.

Dann wird es jetzt also der 1. Platz?

Wir haben nie einen Nummer-1-Radiohit gehabt. Vielleicht ist der auf Volume III? Wir haben ja natürlich noch einen Hit für Volume III aufgehoben ...

Da sind wir gespannt! Die Hjerteknuser-Kampagne ist ja immer noch in den Medien, rund um die Welt ...

Weil die, die dahinterstehen, so viele Preise dafür gewonnen haben!

War das etwas, das ihr erwartet hattet, dass es so groß wird?

Nein, das ist viel größer geworden, als wir gedacht hätten.

Wie fühlt es sich an, wenn Leute in Australien sagen: "Wir machen jetzt dasselbe"?

Nun ja, das ist natürlich cool, aber es war ja nicht unsere Idee. Das ist genau wie bei Musikvideos ... Wir haben ja den Spellemannspris [norwegischer Musikpreis, ähnlich dem Echo] für das beste Video bekommen. "Bestes Video: Kaizers Orchestra!" Wir haben das nicht gemacht; wir können keine Videos drehen. Das sind die Leute von Magnus Martens, die gewonnen haben. Aber dann heißt es "Kaizers Orchestra haben gewonnen", aber wir haben das doch nicht produziert. Und das Hjerteknuser-Gewinnspiel, da war es genauso: "And the winner is ... Kaizers Orchestra!" Dabei war das nicht unsere Idee, wir waren nicht dort, das waren Anorak und all die anderen, die gewonnen haben.

Wenn wir die ganze Trilogie gehört haben, kennen wir dann die ganze Geschichte?

Ja, die wird vollendet. Das ist ja ein Musical, das Ganze. Wir sind schon recht weit fortgeschritten damit, ein Musical zu schreiben, ich und Geir. Das Manuskript schreiben wir selbst, und die Musik ist ja fertig - oder nicht ganz fertig, ein bisschen mehr Musik muss für das Musical noch geschrieben werden.

Ein Musical über die Trilogie?

Ja, über die Geschichte von Violeta. Ein richtiges Musical! Wir haben ja Sonny gemacht, das ist ein Theaterstück; Musiktheater. Und jetzt werden wir ein Musical machen, so wie am Broadway, im Westend, ausschließlich mit Musik. OK, es gibt natürlich auch ein bisschen Schauspielerei, aber so 80% Musik und 20% Schauspiel.

Die nächste Frage sollte sein, ob die Trilogie jetzt verfilmt wird ... es wird also keinen Film geben, sondern ein Musical?

Das ist noch nicht entschieden, ob es einen Film geben wird oder nicht, aber ein Musical wird es auf jeden Fall geben! Aber ich habe auch mit einer Filmfirma gesprochen, die findet, dass es ein interessanter Gedanke ist, Sonny zu verfilmen. Und die finden auch, dass es ein interessanter Gedanke ist, Violeta zu verfilmen. Aber das ist bisher nur ein Gespräch darüber, dass sie das für eine interessante Idee halten, so etwas zu machen. Sowas wurde noch nicht oft gemacht, einen Film zu drehen, der auf dem Textuniversum einer Rockband basiert - das ist etwas Neues.

Weil man normalerweise kein solches Textuniversum hat.

Normalerweise ist es vielleicht Literatur, also Bücher oder Verfasser, worauf Filme basieren. Hier hat man also einen neuen Winkel; einen Film zu machen, der auf dem Textuniversum einer Band basiert! Aber das liegt weit in der Zukunft, vielleicht zehn Jahre.

Aber die Musical-Pläne sind konkreter?

Ja, das kann vielleicht schon in zwei, drei Jahren fertig sein.

Zu Beginn der Trilogie habe ich mich gefragt, ob ihr die Personen der Trilogie auf irgendeine Weise unterscheiden wollt, zum Beispiel mit der Art zu singen, dem Dialekt oder so?

Ja, in der Trilogie gibt es ja sechs Personen: der Vater, die Mutter und die Tochter, und dann der Bruder, der Trauzeuge und der Teufel.

Der Teufel? Der ist aber noch nicht aufgetaucht, oder?

Nein, all das wird dann mit Volume III klar.

Werden die Personen denn unterschiedlich dargestellt? Als Volume II erschienen ist, gab es ja Spekulationen, ob vielleicht Geir den Bruder singt.

Nein, so ist es nicht. Es liegt einzig und allein im Text, und ich singe ja so gut wie alles. Sehr viele der Texte handeln von der Mutter und der Tochter, und das sind ja Frauen, während ich ein Mann bin. Da singe ich also den Text der Frauen; "Ich habe mein Kleid an" und so. Aber das ist mein Stil. Ich mag den Reiz dabei, dass ein Mann darüber singt! Und das bin nicht ich, das ist eine Figur. Aber es ist ein besonderer Twist dabei, wenn es ein Mann ist, der den Text einer Frau singt. Aber im Musical wird es ja eine Frau sein.

Werden wir irgendwann mal erfahren, was du in der mysteriösen Zeile in Psycho under min hatt singst?

(lacht) Nein, wir haben nicht vor, das zu verraten. Die Leute sollen gerne raten. Es gibt viele Vorschläge! Wir haben alle Texte ins Cover geschrieben, aber dieser ist so undeutlich, dass wir beschlossen haben, genau den nicht mit reinzunehmen. Es muss ja ein bisschen geheimnisvoll bleiben ...



Teil I: "Alles lief genau nach Plan."

Teil II: "Wodka ist ein zentraler Bestandteil der Geschichte."

Teil III: "In England verlangen sie schon seit zehn Jahren nach Kaizers."

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Teil I: "Alles lief genau nach Plan."