Yay, wohoo, jippieh!!! So, das musste zuerst mal raus. =:-D

Nach den fantastischen Konzerten in der Oper war mir klar, dass ich vor der Europa-Tour noch irgendwie ein Konzert in Norwegen reinquetschen musste – Konzerte dort sind einfach so anders als die in Europa, und ich muss doch wissen, wie die Europa-Konzerte im Vergleich zu Norwegen so abschneiden. Und überhaupt. =;-)

Also ging es kurzentschlossen tatsächlich noch nach Bergen. Mit gemischten Gefühlen, denn ich habe in Bergen auch schon einige durchwachsene Konzerte erlebt; und dann noch allein unterwegs und keine festen Absprachen und so. Letzteres erwies sich als absolut kein Problem – ganz liebe Gesellschaft war schnell gefunden – und ersteres … ich zitiere mich selbst: Yay, wohoo, jippieh!!!

Der Support, DJ Ralph Myerz, war voll und ganz unspektakulär. Ein Mensch, der Platten auflegt, Wahnsinn. Äh ja. Um neun verschwand er, um zehn nach neun ging das Licht aus, der Russian Dance ertönte, und die Menge tobte. Omen kam auf die Bühne, begann mit Aldri vodka, Violeta – und in Sekunden wusste ich, dass das mit dem Auftaktkonzert in Norwegen für mich die absolut richtige Idee war. Aldri vodka wird sicher auch in Europa als erstes Lied funktionieren – aber es wird völlig anders wirken. Hier waren von Beginn an alle dabei, es wurde mitgesungen, mitgeschrien, im ruhigen Teil die Arme geschwenkt und im rockigen geheadbangt. Und zu dem Zeitpunkt standen Kaizers gerade mal ein paar Minütchen auf der Bühne. Wahnsinn!

Insgesamt fand ich die Publikumsreaktionen und vor allem die Lautstärke unglaublich. Super eindrucksvoll. Hach! Wie schon erwähnt bei Aldri vodka, dann der minutenlange Gesang am Ende von Din kjole lukter bensin mor, das Gekreische, als Hjerteknuser angesagt wurde (also, wobei das schon grenzwertig war – nichts gegen Hjerteknuser und auch nichts gegen Fans, die seit Hjerteknuser dabei sind, aber es gibt doch nicht nur DAS EINE Lied?!). Der Jackal verkündete dann auch gleich zu Beginn, dass Bergen definitiv das beste Publikum sei – “und wer gestern dabei war, weiß, dass ich das in Øystese nicht gesagt habe!” *g*

Zu Beginn ging es relativ glatt durch, ein Lied nach dem anderen – ein tolles Solo in Det polaroide liv (diesmal auch nicht vom Orchester übertönt *g*), kein Kvite Russer diesmal vor I ett med verden, En for orgelet mit großer Trommel und einem spontanen Hintergrundtänzchen von Killmaster (ich sollte vermutlich besser nicht erwähnen, dass ich im ersten Moment dachte, er hätte von seiner Beat-Maschine eine gewischt bekommen. *lol* Aber es war dann doch Absicht.)

Es war extremst heiß – laut dem Jackal so warm wie damals in Berlin: “Mal sehen, wie das hier endet …” Und ja, zumindest im Publikum konnte die Temperatur durchaus mit dem legendären Kato-Konzert mithalten … puuh! Es wurde dann erst mal geklärt, ob es denn erlaubt sei, sich auszuziehen – Killmaster gab Bescheid dass ja, also ging’s ohne Jacke im klatschnassen Hemd weiter. Bis der Jackal im Publikum jemanden entdeckte, der von oben bis unten nass war – “Was bist du denn für ein Idiot, wie sieht das denn aus, du bist ja patschnass! So wie … äh … ich.” Aber sie sind ja auch selbst schuld: Hätten sie auf der Bühne mal Trainingsanzüge an, so wie Datarock! Aber nein, es musste ja der Smoking sein …

Der Jackal war so begeistert vom Publikum, dass er uns alle gleich mal in seinen Garten einlud. “Aber erst nächstes Jahr, wir müssen uns ja erst noch richtig kennenlernen, nichts überstürzen!” (Hey, absolut okay, nächstes Jahr klingt gut! *gg*) Er hat ja Platz für 10.000 Leute, kein Problem – schließlich wohnt er direkt neben dem Viking-Stadion … … “BUUUUUUUUH!” Ups. Nerv getroffen. Der Jackal versuchte sich zu rechtfertigen und erklärte ausführlichst, warum er durchaus Viking-Fan sein darf und dass sein Sohn (ob der wie angedeutet mit 14 Jahren wirklich einen knappen Meter groß ist? *rofl*) ja da spielt und überhaupt und … “oh oh, gleich schmeißen sie Eier und Tomaten!” *lol* Also lenkte er schnell ab mit einer Story darüber, wie ihnen bei den Konzerten in der Osloer Oper Bananen auf die Bühne geworfen wurden. (Äh, was bitte?!)

À propos Eier: Bei Støv og sand war Omen das ganze Lied über damit beschäftigt, ein Ei zuerst zu schälen und dann zu essen. Die Eierschalen landeten natürlich fein säuberlich im … Helm. *rofl*

Bei Philemon Arthur & the Dung dann wieder ein absoluter “Wow!”-Moment: der Jackal wie ein Priester vorm Publikum, das jedes Wort mitschreit. Gänsehaut! Genau wie natürlich auch bei Svarte katter, mal wieder mit einem zelebrierten Megaphon-Solo von Helge (der als Lokalmatador ja sowieso gefeiert wurde).

Dann kam Satan i halsen – völlig unerwartet für mich, weil ich nicht dachte, dass sie das ohne Orchester live spielen würden, aber doch, das haben sie, yeah! Wenn auch vermutlich zum ersten und letzten Mal, ähem … Nee, es hat leider nicht funktioniert. Die Haupt-Begleitmelodie kam nicht wirklich durch, es wirkte daher teilweise sehr leer, zu Beginn des “Teufel-Teils” fehlte der Hall auf der Stimme, und das Publikum wusste nicht wirklich, was es während des Liedes tun sollte. Schade, manno! Ich liebe dieses Lied, ich will es live hören, aber ich fürchte, das war ein einmaliger und leider missglückter Versuch. =:-( Der aber bestens gerettet wurde mit einem “Und das war unsere wunderschöne Single, die wir an P3 geschickt haben, die die aber einfach nicht spielen wollten, böses P3!” *lol*

Zum Abschied gab’s Forloveren inklusive Bandvorstellung, bei der alle einzeln wieder einstiegen und vorgestellt wurden – das scheint sehr spontan gewesen zu sein, denn Mink verpennte seinen Einsatz und musste extra aufgefordert werden. Aber das passte super! Und dann erstach der Jackal mit seinem Mikro Hellraizer, der daraufhin über die Bühne taumelte … die Oper scheint angesteckt zu haben. Drama Baby, Drama! =;-)

Der Zugabenblock begann mit der Begravelsespolka, die auch ohne Orchester einfach grandios ist. Nur wo der Jackal und Omen in der Hitze noch die Energie zum Steppen hergenommen haben, wird mir wohl ein Rätsel bleiben. =;-) Dann noch Drøm videre Violeta und 170, und weg waren sie – also, genauer gesagt war der Jackal schon vor dem Ende von 170 weg und Hellraizer übernahm den letzten Schlag.

Was ein sehr seltsames Ende gewesen wäre – ich hatte schon Berlin im Hinterkopf – aber es war noch gar nicht das Ende! Sie kamen tatsächlich noch mal auf die Bühne und schoben noch Ompa til du dør nach. Das war dann aber auch wirklich das letzte Lied. Wo man aber nach gut zweieinviertel Stunden definitiv nicht meckern kann!

Hach … toll war’s! Jetzt bitte genau dieselbe Energie in Europa, sowohl auf der Bühne als auch davor, und ich werde die nächsten Wochen nicht mehr aus dem Schwärmen herauskommen! =:-)

Die komplette Setliste:

Aldri Vodka, Violeta
Siste Dans
Det polaroide liv
Diamant til kull
I ett med verden
Tusen dråper regn
En for orgelet, en for meg
Kontroll på kontinentet
Din kjole lukter bensin, mor
KGB
Maestro
Tvilling
Tokyo Ice til Clementine
Støv og sand
Djevelens orkester
Philemon Arthur & the Dung
Svarte katter & flosshatter
Satan i halsen
Hjerteknuser
Forloveren

Begravelsespolka
Drøm videre, Violeta
170

Ompa til du dør

Kommentare

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(Spam Protection, sorry!)
Kommentar:

Dette ble rimelig latterlig når Google Chrome skulle oversette det til norsk... :-p Haha!
Men, man forstod det meste likevel :)

Og værsågod for setlisten :-p
Arild Nese (17.02.13)


Thanks for the report - I think that’s actually the best Kaizers setlist I’ve ever seen! Please can someone tell them to play that in London too :) Tokyo Ice, Djevelens Orkester and Satan i Halsen! :D
Jack C (17.02.13)


Thanks for capturing the set list. That was an amazing gig, you were right by us for a while, was about to say hello, but didn’t want to interrupt your conversation and then as soon as it started, well, there was no talking! Awesome awesome sweaty gig :) still grinning!
Suzan (17.02.13)


Klart Kaizers er best da Samtidig var det merkelig e5 hf8re coovseerrjvnene ff8r originalen ble sluppet.Jeg kjenner at jeg fe5r litt vondt i meg hver gang jeg ser noen skrive slik hehe
Bruna (13.01.14)



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