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Der nächste Schritt zur Weltherrschaft: Kaizers Orchestra erobern London! Und die Fanschaft reist mit … =;-)

Für mich bedeutete das eine Woche in London mit vollgestopftem Programm – tagsüber Sightseeing im strahlenden Sonnenschein, abends in die O2-Arena und zu Konzerten. Yay! Zwar anstrengend, aber ein toller Urlaub. Kaizers hatten sich echt die perfekte Woche für ihren Londontrip ausgesucht.

Am Donnerstag war es dann endlich so weit! Nach einem ausgiebigen Vorspiel (bei dem wir u.a. herausfanden, dass sich sowohl Schöpfkellen als auch Teesiebe hervorragend dazu eignen, Konfetti umzufüllen *g*) ging es los ins legendäre KOKO. Kurz vor Einlass gab es dort schon eine beträchtliche Schlange, und es war von Anfang an klar, dass hier nur ein kleiner Prozentsatz Engländer anwesend sein würde. Überall hörte man fast nur Norwegisch – na gut, ein bisschen Deutsch war auch noch dabei, und ja, natürlich auch Englisch. =;-) Aber beim Konzert zeigte sich klar, dass der Großteil des Publikums aus angereisten Fans bestand. Natürlich bedeutete das einerseits, dass Kaizers wohl kaum durch das Konzert irgendwelche neuen Fans angezogen oder “England erobert” haben, aber andererseits: welche andere Band schafft es, dass nicht nur eine Handvoll “Hardcorefans” zu Konzerten im Ausland mitreist, sondern dass sie eine 1500er-Halle voll bekommen?! Wow, definitiv beeindruckend!

Als Support trat die Schottin Siobhan Wilson auf, die allerdings wenig beachtet wurde – ich muss gestehen, ich habe auch nicht wirklich hingehört. Ich musste allerdings auch noch die letzten Päckchen an den Mann bzw. die Frau bringen. =;-) Und natürlich den Venue bewundern – wie gemacht für Kaizers! Es wirkte nach alter Oper, mit Galerien und Logen, drei oder vier Rängen, rotem Samt überall … super schön.

Punkt neun ging das Licht aus und der Russian Dance ertönte. Vorne wurde es immer enger und enger – ehrlich gesagt sogar recht unangenehm. Das ist das Problem, wenn man nur Fans vor Ort hat, da will natürlich keiner hinten stehen. Dort wo ich stand kam dann auch noch regelmäßig eine “Bierdusche” aus den oberen Rängen dazu … sprich, ich hab schon deutlich angenehmere Konzerte erlebt. =;-)

Dafür war aber auch gleich von Beginn klar, dass es ein legendäres Konzert werden würde – die Stimmung war unbeschreiblich, das Publikum unfassbar laut, und JEDER war am Konzert interessiert. Nicht wie sonst oft, dass die Hälfte nur wegen dem Feiern da ist. Sprich, vom Publikum her war das Konzert ein sehr gutes “norwegisches” Konzert mit engagiertem Publikum. Aber eben in London.

Der Jackal erwähnte mehrfach, dass dies das “erste und letzte Kaizerskonzert in London” sei. Sonst wurde aber erstaunlich wenig geredet – vielleicht lag es daran, dass Kaizers einfach nicht so genau wussten, in welcher Sprache? Die Umfrage zu Beginn ergab, dass wohl so um die 100 Leute kein Norwegisch verstanden. Danach schaltete der Jackal aber dennoch ins Norwegische um. Zumindest teilweise – ich muss gestehen, ich war zu dem Zeitpunkt seit fünf Tagen zusammen mit Norwegern in England unterwegs; ich hab keine Ahnung, wann er Englisch und wann Norwegisch gesprochen hat. *g* Aber wie erwähnt, viel geredet wurde eh nicht. Vermutlich lag das daran, dass das KOKO einen strengen “Curfew” um 23 Uhr hatte und Kaizers auch ohne Gerede genau zwei Stunden gespielt haben.

Die Setlist war ziemlicher Standard: Aldri vodka Violeta, Siste dans, Tusen dråper regn, Din kjole lukter bensin mor, En for orgelet en for meg, Ompa til du dør, Bøn fra helvete, Det polaroide liv, Sigøynerblod, Forloveren, Støv og sand, KGB, I ett med verden, Kontroll på kontinentet, Philemon Arthur & the Dung, Svarte katter & flosshatter, Hjerteknuser, Maestro. Zugaben Begravelsespolka, Bak et halleluja und Die Polizei.

Von Anfang an wurden die Tonnen vollends ausgenutzt (wenn auch teilweise erst nach Aufforderung – “Get your ass up there!”), das Publikum sang lauthals mit (sehr eindrucksvoll am Ende von Din kjole lukter bensin), und schon recht früh gab es einen “Say halleluja! Say save me Kaizer! Say PLEASE save me Kaizer!”-Teil. Bei Philemon Arthur wirkte der Jackal mit ausgebreiteten Armen wie ein Prediger vor der Menge – wahnsinnig eindrucksvoll! Und auch die Pause in Svarte katter wurde seeeeehr lange zelebriert. Absolut genial! Oder, um es in den Worten des Jackals zu sagen: “Watch out West End, here we come!”

Ach ja, und dann war da noch Forloveren =:-D – und es lag Konfetti in der Luft …:

Danke an Linda für das Video! Und falls es jemand zufällig von oben gefilmt haben sollte – immer her damit! *g*

Als Zugaben gab es zuerst die Begravelsespolka – übrigens sehr unerwartet, dass der Jackal nicht im Smoking und später im roten Hemd auf die Bühne kam, sondern in “normalem” Anzug wie auf der Europatour. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch. =;-) Es folgte Bak et halleluja – auch wenn eigentlich wohl Dieter Meyers Inst. eingeplant war. Und zuallerletzt folgte noch Die Polizei, denn “You were a fantastic audience; you must all be Norwegians!”. Und das Lied funktionierte fantastisch als Abschluss … und nachdem Kaizers sich dann endgültig verabschiedet hatten, sang das Publikum minutenlang weiter. Wunderbar! =:-D

Eine weitere Zugabe war zeitlich leider nicht mehr drin, aber auch so war das Konzert fantastisch. Dass es in London war, war zwar irgendwie nebensächlich, aber dafür war das Publikum doch sehr einzigartig. Die Stimmung war magisch, und spätestens bei Die Polizei floss im Publikum sicher auch die eine oder andere Träne …

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25.4.2013: KOKO, London