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Man sollte sich nicht mit dem Auto nach Brüssel trauen – oder wenn, dann sollte man vorher daran denken, daß es in Belgien nunmal keine Schilder gibt. Sonst endet man irgendwo in Brüssel, ohne einen Schimmer, wo man ist und wo man hinwill… zum Glück schien die Sonne. =;-) Aber da ich nachher versehentlich auf einem Parkplatz genau 10 Meter vom Clubeingang entfernt landete, will ich mich mal nicht beschweren. *g*

Also noch kurz Brüssel besichtigt, und auf zum Konzert. Micke from Sweden hab ich diesmal fast komplett verpaßt – wer rechnet denn auch damit, daß ein Konzert wirklich um 8 Uhr losgeht?!? Ich dachte, das wäre die Zeit für den Einlaß… *hüstel* Und ich hab mich schon gewundert, warum so wenig Leute da sind… =;-)
Offensichtlich gab’s aber nicht so furchtbar viel Neues, sondern wieder haufenweise Ratten… *g*

Die Setlist war sehr ähnlich zum Köln-Konzert: KGB, Container, Bøn fra helvete, Veterans klage, Ompa til du dør, Senor Flamingos adieu, Blitzregn baby, Kontroll på kontinentet, De involverte, Jævel av en tango, Dr. Mowinckel, Katastrofen, Di grind, Dieter Meyers Inst., Maestro, Zugabe Gypsy Finale.

Das Publikum bestand fast ausschließlich aus Dänen und Schweden, dementsprechend laut war die Resonanz des Publikums, und es wurde erstaunlich viel mitgesungen. Das war natürlich total klasse. Die Halle war ziemlich groß (wobei sie noch größer wirkte, als sie eigentlich war, weil sie einfach extrem hoch war). Die Wände waren mit Leuchtpunkten bedeckt, ein riesiger “Sternenhimmel” also, was natürlich von der Bühne aus kommentiert werden mußte. Der Jackal fand es einfach nur beeindruckend, Hellraizer hatte das Gefühl, er müßte Han Solo bitten, den “Overdrive” anzuschalten. Passierte aber nichts… =;-)
Auch sonst war alles sehr professionell in dem Club, die Band war offensichtlich begeistert. Und bei dem Equipment müßte der Sound ja gut sein, das geht gar nicht anders. Also, ich war auch absolut zufrieden… *g*

Gleich zu Beginn wurde ihnen aus dem Publikum ein Gemälde eines Gasmaskenmenschen überreicht, das dann natürlich gleich einen Ehrenplatz vor’m Schlagzeug erhielt.

Heute war auch Elvis wieder dabei, und als er auf der Bühne unterwegs war, erläuterte der Jackal, wie sie auf ihn kamen – sie wollten unbedingt einen Elvis-Doppelgänger haben, und er hat alle möglichen Doppelgänger weltweit gegoogelt, und dann haben sie 958 davon gecastet, das hat anderthalb Wochen gedauert! Und er war der beste Doppelgänger, den sie finden konnten. Es gab auch noch einen in Asien, der besser war, aber der hatte die falsche Farbe… Und daher haben sie diesen hier genommen, denn sie wollten ja sowieso Elvis aus seiner “schlechten” Zeit… =;-)

Der Beginn von Dr. Mowinckel zögerte sich mal wieder hinaus. Der Jackal kündigte Hellraizer zwar brav an mit “the guitar player wants to sing a song for you now” – machte danach aber keine Anstalten, irgendwas zu tun. Hellraizer stand also am Mikro und wartete. Und nachdem er dann seine Han Solo-Geschichte erzählt hat, passierte immer noch nichts. Irgendwann bequemte der Jackal sich dann mal an seine Tonne, nur um nach zwei Schlägen wieder abzubrechen… Hellraizer: “That’s very unprofessional!” Aber dann ging’s dann endlich los, yeah!

Als Zeit für Fragen war, fingen ein paar Leute an, sich Lieder zu wünschen – immer mit dem Resultat “nein, das können wir nicht spielen, da fehlen uns dann die 2000 Studiomusiker!”, irgendwann setzte Killmaster dem dann ein Ende, indem er anmerkte, daß es “time for questions” hieß und nicht “time for requests”. Die nächste Frage wurde dann aber mit “no musical questions, please” abgewürgt, so daß die einzige verbleibende Frage (“I always answer three questions!”) dran war, nämlich “wie lang ist er?”. Kommentar Jackal: “Was that Danish?” Die Antwort war jedenfalls einfach, so lang wie seine Krawatte. “Oh, and your’s is probably like the other part of my tie, only half the size.” Hellraizer: “Which is still not bad…”

Dann die Kleinigkeiten mittendrin, die ich mir zwar alle merken wollte, aber wohl doch alle vergessen hab. Hängengeblieben ist nur in Dieter Meyers, nach dem ruhigen Teil: “Now, was that beautiful? Yeah? OK, let’s ruin it!” – und dann ging’s an die Tonnen. Und irgendwann am Ende: “Say yeah!” – “YEAH!” – “So, what do you say next?” – “Hell yeah!” *rofl*

Ach ja, und dann waren da noch die Ratten… *lol* Mink hatte eine hinten an seinem Schlagzeug, so daß er bei der Vorstellung nicht nur auf allem möglichen Tingetang und Aschenbechern spielte, sondern auch mit der Gummiratte quietschte. Und nicht nur während der Vorstellung, sondern quasi an allen möglichen und unmöglichen Anlässen… *lol* Irgendwo, wo der Jackal am Ende ganz allein sang, quiekte es plötzlich (der Jackal nachher: “I could swear I heard a rat somewhere!”). Laut Jackal waren die Ratten ja auch plötzlich da, seit sie mit Micke from Sweden unterwegs sind…
Irgendwann hatten sie sie dann auch “gefangen”, Killmaster tötete sie theatralisch mit dem Ölfaßschläger, während der Rest der Band schrie: “No, don’t kill it!!!” *rofl*

Tja. Das war das positive, ein echt tolles Konzert. Zwar nicht ganz so gut wie Köln, aber das war auch nicht zu erwarten, und weit entfernt war es definitiv nicht!

Allerdings endete das Konzert nicht wirklich gut – Killmaster warf ganz am Ende seine Firebird zu Elvis, allerdings viel zu kurz, mit dem Resultat daß der keine Chance hatte, sie zu fangen, und sie voll auf den Boden knallte. Hoffentlich sah das nur schlimm aus und es bedeutet nicht das Ende der Firebird… viel Hoffnung hab ich allerdings nicht. =:-(

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