Nostalgie! Ich war schon einmal im Melkweg in Amsterdam beim Kaizers-Konzert – das war 2004. Neun Jahre später also zurück zum gleichen Ort, und irgendwie… wie früher!

Aus Zeitmangel versuche ich mich ein bisschen kürzer zu fassen als sonst, aber das muss ich doch kurz zu Papier (also, eigentlich zu Elektronen…) bringen: Kaizers scheinen sich für die Europa-Tour auf ihre Ursprünge besonnen zu haben. Während sie auf den letzten Touren immer eine leicht abgespeckte Fassung ihrer Norwegen-Setlist gespielt haben, waren die Lieder diesmal doch sehr auf Europa abgestimmt. Das ist für mich, der sie so oft gesehen hat, im ersten Moment doof – och nee, nicht die alten Kamellen, ich will Neues und Seltenes! – aber es funktioniert hundertprozentig.

Hier die Setliste:

Der Jackal diesmal nicht im Smoking, und auch sonst war alles ein bisschen “lockerer”. Wie erwartet war das Publikum zu Beginn sehr ruhig – aber schon bei Det polaroide liv zeigte sich, wie Kaizers das Publikum auf “alte Manier” animierten und zu überzeugen wussten. Bei Ompa til du dør übernahm das Publikum dann gleich den Gesang, was bewies, dass es genau richtig war, die alten Kamellen zu spielen! Denn die sind es nun mal, die in Europa bekannt sind und daher vom Publikum gefeiert werden. Di grind passte dann als nächstes Lied natürlich auch perfekt, auch wenn das Publikum beim Mitsingen ein wenig übereifrig war und viel öfter sang, als es eigentlich gedacht gewesen wäre. *g*

Bei En for orgelet legte Killmaster wieder einen kleinen Tanz ein, bevor der Jackal mit der großen Trommel auf die Tonne stieg und das Publikum in der Hand hatte. In Sigøynerblod teilte der Jackal die Menge, sprang mitten rein und hüpfte mit – bevor er dann, zurück auf der Bühne, im Schneidersitz vor der Monitorbox saß und diese intensivst ansang. Zum Schreien!

“Die alten Lieder sind doch die besten” – daher folgte Kontroll på kontinentet. Aber auch die neuen sind super! Forloveren wurde natürlich eher ruhig aufgenommen, dafür durften wir dann mittendrin “tsk-ch tsk-ch” singen. Hauptsache Publikumsinteraktion! Ja, genau so war es früher, genau das hat auf den letzten Touren manchmal gefehlt, genau das war diesmal wieder da. Yay! =:-)

Bei Svarte katter musste Omen sich nach seinem Megaphon-Solo erst mal ausführlich Notizen machen, bevor es weitergehen konnte – sehr zum Missfallen des Jackals, aber zum umso größeren Gefallen des Publikums! *g*

Interessant die Begravelsespolka … zu Beginn schien das Publikum nicht überzeugt. Ich meinte auf der Bühne leichte “Panik” zu spüren, denn hey, das beste Live-Lied überhaupt und kaum Reaktion? Nun ja – nach dem Steptanz war diese Sorge voll und ganz hinfällig und die Menge tobte!

Zum krönenden Abschluss gab’s dann noch Min kvite russer – ja, das ist ein tolles Lied, und ich war mehr als beeindruckt von der Lautstärke des Publikums. Aber verdammt noch mal: erstes Konzert der Tour, und schon ist die Stimme im Arsch. *grmbl* Ich bin dafür, in Zukunft die Rollen zu tauschen und die Männer rumquietschen zu lassen. =;-)

Was noch? Es waren Fans aus China und Amerika vor Ort, das Publikum war – obwohl es auf den ersten Blick doch ein wenig lahm wirkte, vor allem, wenn man es mit norwegischen Konzerten vergleicht – unglaublich laut für die nicht ausverkaufte Halle, und sobald Omen irgendetwas Seltsames tat, konnte man rundherum verwirrt grinsende und definitiv bestens unterhaltene Gesichter sehen.

Hach – toller Tourauftakt, auch wenn ich mir für die nächsten Konzerte dennoch ein bisschen Variation in der Setlist wünsche. =;-)

Kommentare

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Thanks for the report :)
They played Bøn fra helvete as well, in between Ompa til du dør and Di grind. Cool to see Min kvite russer was an actual encore :D (as in: not planned before).
Totally agree with you this kind of setlist just works best in Europe, but I still hope there will be at least one surprising song tonight! *fingers crossed*
Fjør (01.03.13)


Oh right, of course they played Bøn fra helvete as well! My mobile deleted my notes, so I had to rely on my memory - and luckily the photo of the setlist. Thanks!
Susi S. (01.03.13)



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28.2.2013: Melkweg, Amsterdam