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Und weiter ging’s in Fredrikstad! Diesmal kein Festival, sondern ein Kaizers-Konzert mit umfangreichem (aber ehrlich gesagt eher uninteressantem) Vorprogramm. Nicht auf dem Berg, sondern in der historischen Altstadt, und – zumindest laut Wetterbericht – ohne Regen, yay! Leider sind norwegische Wetterberichte nicht verlässlich … und so fing es natürlich schon vor dem Kaizerskonzert wieder an zu regnen. Allerdings zum Glück kein Vergleich zum vorherigen Abend – es war doch eher Nieselregen. Auch nervig, aber absolut erträglich. Und wie der Konzertveranstalter sagte: Kaizers hören auf, und die Wettergötter weinen …

Insgesamt war das Konzert sehr ähnlich zu dem in Oslo. Nur kleine Veränderungen in der Setlist (Delikatessen war diesmal dabei, Maestro wurde früher gespielt, und die letzte Zugabe war 170), ein enthusiastisches und lautes Publikum, gute Stimmung auf der Bühne – der Funken sprang zumindest bei mir aber nicht so richtig über. Seltsamerweise fand ich den Anfang des Konzertes fantastisch, und mit der Zeit ließ es ein bisschen nach … ohne dass ich es irgendwie begründen konnte, sehr seltsam. Ein paar Ansagen klangen vom Unterton her so, als wäre zumindest der Jackal nicht mit vollem Feuer dabei. “Das Management sagt, wir müssen fragen, ob’s euch gut geht. Also, geht’s euch gut??” … Das kann lustig rüberkommen, aber irgendwie fehlte dazu der Rahmen. Komisch.

Was aber beim besten Willen nicht heißen soll, dass das Konzert schlecht gewesen wäre oder dass es nicht äußerst unterhaltsam war. Gleich zu Beginn meinte der Jackal: “Wow – ihr habt euch echt vermehrt, ihr seid jetzt so viele! Und wir sind immer noch sechs …” *g* Später gab’s dann lange Diskussionen darüber, wie groß Fredrikstad ist und ob das dann mehr oder weniger Einwohner sind als Sandnes oder Drammen.

Am Anfang von En for orgelet fand der Jackal raus, dass das ja ein perfekter Hip-Hop-Beat ist, auf den man auch “Ah ah” und “Hey” singen kann. Was – wie später getestet – allerdings auch bei Evig pint funktioniert. =;-)

Vor Kontroll på kontinentet gab’s erst mal Striptease – erst die Jacke, die der Jackal dann nach hinten hielt, bis sie ihm endlich jemand abnahm. Die Crew war gerade beschäftigt, also war der jemand dann halt Butler Killmaster. *g* Als nächstes kam die Krawatte ran, und auch hier das gleiche Spiel. Später durfte die Crew auch noch die kaputte Hose abkleben und das Mikro reparieren – schon gut, wenn man von vorne bis hinten bedient wird. =;-)

Killmaster zelebrierte sein Solo in Kontroll på kontinentet und zog es sehr in die Länge. Danach ging es dann “endlich” weiter, aber der Jackal unterbrach noch mal kurz: “Moment – Hellraizer, wolltest du auch noch ein Solo spielen?” Der verzichtete aber großzügig. =;-) Dafür stieg er kurz darauf aufs Schlagzeugpodest und ärgerte Mink, bis der ihn runterschubste. *g* Und genau das sind doch die Kleinigkeiten, die ein Konzert richtig unterhaltsam machen!

Der Held des Abends war aber ganz klar Omen. Der war mal wieder voll in seiner Rolle – sogar schon, bevor er auf die Bühne ging. Von der Seite konnte man den Bühnenaufgang sehen, und Omen – schon mit Gasmaske im Gesicht – begutachtete erst mal Bühne und Umgebung, bevor er die Treppe hochlief. Bei Delikatessen lohnte es sich dann wieder so richtig, ihn nicht aus den Augen zu lassen. Mittendrin nahm er seinen Koffer auf die Knie, öffnete ihn und holte eine Vase raus, die er auf dem Keyboard platzierte. Als nächstes kamen – eigentlich logisch – Blumen zum Vorschein, die in die Vase gestellt wurden. Dann war es höchste Zeit, mal kurz ein bisschen Orgel zu spielen, und dann griff er nach der Wasserflasche. Trank erst mal selbst – und wurde dann offenbar vom Blumenstrauß angesprochen, dass der auch was haben will! *rofl* Aber erst musste noch mal schnell ein bisschen gespielt werden, dann ging der Dialog mit dem Blumenstrauß weiter, bis Omen ihm doch tatsächlich ein bisschen Wasser in die Vase goss.

Fast forward zu Svarte katter, Omens zweites Solo ist gerade vorbei und er völlig erschöpft. Da braucht man doch was zu trinken. Und was bietet sich da mehr an als das … Blumenwasser? *rofl* GÖTTLICH! Und natürlich wurde das Wasser – nach einem weiteren Dialog – auch wieder nachgefüllt. Hach … ich will endlich eine DVD mit Helge-Cam! Omen kam übrigens auch nach dem Konzert noch vorne an der Bühne in den Graben, schrieb Autogramme und machte Fotos mit den Fans. Klasse!

Und wie der Bericht wohl zeigt, war das Konzert insgesamt echt super – auch wenn es nicht ganz an OverOslo rangereicht hat, weil der allerletzte Funken gefehlt hat. Trotzdem toll! =:-)

Die Setlist:

Und weiter geht’s für mich nächstes Wochenende, mit meinem zehnjährigen Jubiläum … und hoffentlich besserem Wetter!

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