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Kurzschlusshandlungen sind nicht immer schlecht. Insbesondere dann nicht, wenn sie mit dem Buchen eines Kurztrips zu einem Kaizerskonzert zu tun haben. Und ganz insbesondere dann nicht, wenn man dann nach dem Buchen noch feststellt: “Ach ja, da ist ja auch noch das Releasekonzert vom Kriegsensemble, da kann ich dann ja auch noch hin!” Zwei Fliegen mit einer Klappe also … und dann nehme man noch wunderbares Sommerwetter in Trondheim dazu, damit konnte der Tag ja eigentlich nur perfekt werden. =:-)

Los ging’s also mit dem Kriegsensemble. Ich muss gestehen, ich hatte irgendwie etwas ganz anderes erwartet – wobei ich nicht wirklich weiß, WAS ich erwartet hatte, aber ich war erst mal verwirrt. Also, nicht falsch verstehen; es war von Beginn an einfach köstlich. Sechs ernsthafte (also, zumindest zu Beginn *g*) Musiker im Anzug, Kontrabass-Cello-Bratsche-Geige-Klavier-Akkordeon, und dann ging es erst mal mit einer Ouvertüre los. Die zwar irgendwie kaizeresk klang, mehr aber auch nicht. Und danach hieß es dann: “Das war jetzt Resistansen” – äh, whut? Als sie das Lied ganz am Ende zur Zugabe noch mal gespielt haben (“Mehr Lieder sind nicht auf dem Album. Aber wir spielen einfach das erste noch mal, das ist ja schon so lange her …” *g*), habe ich hier und da ein paar Referenzen an Resistansen erkannt, aber ich hatte mir unter Cover-Versionen doch etwas anderes vorgestellt. Und zwar ungefähr das, was dann mit dem “Siste Maestro Dans” als nächstes kam, nämlich eine klar erkennbare Mischung aus Maestro und Siste Dans. =;-) Aber sollten die Lieder nicht auf Deutsch sein? Zu dem Zeitpunkt wurde noch überhaupt nichts gesungen, in gar keiner Sprache. Bei 170 gab’s dann immerhin ein “Ja ja, wir kommen ja zurück”, aber Die Polizei wurde dann ausschließlich gesummt. Wobei das dann allerdings langsam aber sicher der Punkt war, wo sie mich “hatten”. Das war so abstrus, man konnte nur grinsen. =;-) Und das alles mit einer wunderbaren Ernsthaftigkeit vorgetragen! Und so ging es dann auch weiter, wobei die Bearbeitungen der Lieder in meinen Augen immer besser wurden. Prosessen, mit als Rede vorgetragenem Text, war richtig gut, und spätestens Ompa til du dør brachte das Publikum dann zum Mitsingen und Tanzen. Wie gesagt – alles SEHR abstrus. Aber richtig gut und unterhaltsam! Schade fand ich eigentlich nur, dass die Lieder nicht auf Deutsch gesungen wurden; außer Ompa til du dør, was damit als Vorab-Hörprobe vielleicht ein bisschen irreführend war. Andererseits ist es aber vielleicht auch gut, dass einem so das doch eher grausame Deutsch erspart bleibt. =;-)

Ein paar Stunden später ging’s dann unter freiem Himmel im riesigen Borggården weiter – mit 6000 Zuschauern absolut ausverkauft. Bei der Vorband Peevish Penfriend war alles noch überschaubar und locker gefüllt, während der Wartezeit zu Kaizers wurde es dann richtig voll. Auch vorne an der Seite war es für meinen Geschmack vor dem Konzert viel zu eng und gedrängt, aber überraschenderweise ging es während des Konzerts dann alles sehr zivilisiert zu – mit zwei Ausnahmen, die einigen in meiner Umgebung zumindest Teile des Konzerts vermiest haben. Warum gibt es immer solche Idioten? Nun ja, ich wurde verschont und konnte das Konzert durchgehend genießen.

Kurz gesagt: Es war toll! Richtig gute Stimmung auf beiden Seiten, und … ja, was sonst? Nach dem Konzert stellten wir fest, dass es so gar nichts zu berichten gibt. Hmm … “Janove ist das Mikrofon runtergefallen und er hat es aus dem Graben wieder hochgezogen?” Nun ja, nicht so wirklich spektakulär. Omen dirigierte in Bøn fra helvete den Gesang von Jackal und Hellraizer, langweilte sich sonst ganz offensichtlich und wickelte die Blumen mangels einer Vase in ein nasses Handtuch. Seine Seifenblaseneinlage in Svarte katter misslang diesmal (er pustete und pustete, und es kam nichts *g*), und als er die Blasen dann endlich zustande brachte, haute Mink sie mit dem Schlagzeugstock kaputt. =;-) Dann musste Omen von der ganzen Band aufgefordert werden, sich wieder hinzusetzen, und danach zögerte der Jackal die Pause unendlich hinaus, während das Publikum schrie und jubelte.

Lustig der Beginn von Hjerteknuser, das der Jackal mal wieder “in Gang hüpfen” wollte. Er baute sich auf der Tonne auf, es sah sehr nach geplantem Salto rückwärts aus, aber natürlich wurde es dann ein übervorsichtiger Hopser nach hinten. *gg* Ach ja, und bei Støv og sand sollte das Publikum am Ende dreistimmig singen – allerdings hätte der Jackal das besser mal richtig erklären sollen, so war es ein wenig verwirrend. Zuerst sollte die eine Seite des Publikums singen, und zwar “so” – natürlich sangen alle die “normalen” Töne, nicht den, den der Jackal vorgesungen hatte. Das zweite Drittel sollte dann das normale singen, und bis meine Seite dran war, hatten die meisten verstanden, worauf das Ganze rauslaufen sollte, und da wurde dann auch der richtige Ton gesungen. Allerdings sang der Jackal nur den ersten Ton vor, das war dann doch ein wenig überfordernd. Dementsprechend wurde der Versuch nach einem Durchgang auch schon abgebrochen, das war wohl doch ein wenig anders geplant gewesen. *g*

Na gut, vielleicht gab es doch ein bisschen was zu berichten. =;-) Aber das Konzert war ein sehr gutes Beispiel dafür, dass es für ein tolles Konzert nicht unbedingt einen Haufen Clownerei auf der Bühne braucht. Sondern einfach nur die richtige Chemie zwischen Band und Publikum – und mit einem so höflichen und gut erzogenen Publikum mit einem Verhältnis von 60% Frauen und 40% Männern passt das natürlich perfekt. =;-)

Zum Abschluss gab es Die Polizei – und mindestens zehn Minuten lautstarken Publikumsgesang, nachdem Kaizers von der Bühne verschwunden waren. Der perfekte Abschluss für ein wundervolles Konzert.

Die Setliste:

Kommentare

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(Spam Protection, sorry!)
Kommentar:

This was my last concert! But it was wonderful! Truly great! Tokyo Ice! Evig Pint! Resistansen! DIE POLIZEI! A fantastic show, and the band was fun on stage. Oh, dear Kaizers...you will be missed while your gone!
Los (25.08.13)



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